Eiweißbrot – Rezept zum Low Carb selber backen

Aktualisiert: 23. August 2017
Das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.
  • Um sich gesünder zu ernähren, schwören immer mehr Menschen auf Low Carb. Darunter werden sämtliche Ernährungsformen zusammengefasst, bei denen der Kohlenhydrat-Anteil drastisch reduziert ist.

  • Meist ist Low Carb mit einer Erhöhung des Eiweißanteils kombiniert. Deshalb ist Backen mit Eiweißpulver in diesem Segment sehr beliebt.

  • Mit Kohlenhydrat-reduzierter Ernährung kann man nicht nur Gewicht verlieren und seine energetische Bilanz verbessern!

Übrigens: Low Carb ist keine Erfindung der Neuzeit. Die KH arme Diät wurde Ende des 19. Jahrhundert von William Banting erfunden, der nach einer radikalen Nahrungsumstellung damit innerhalb eines Jahres 23 Kilogramm Gewicht verlor. Diese Diät wurde später nach ihrem Entdecker Banting-Kur genannt.

eiweißbrot-selber-backen

Eiweißbrot selber backen

Bei Low Carb Anhängern sehr beliebt sind Eiweißbrote, die es seit einigen Jahren in vielen Bäckereien und seit kurzem auch in Supermärkten und Billig-Discountern gibt. Eiweißbrote kann man mit diversen Eiweißbrot Rezepten sogar spielend leicht selber backen. Beim Kauf solltest Du allerdings nicht auf eine Backmischung zurückgreifen, viel besser ist es den Teig für dein Eiweißbrot selbst herzustellen. Oder willst Du alternativ doch lieber leckere Eiweißriegel selber machen?

Eiweißbrot Rezept

Wenn du dein Eiweißbrot selber backen möchtest, haben wir hier das passende Rezept für dich.

Eiweißbrot Zutaten

  • 300g Magerquark
  • 5 Eier
  • 50g Weizenkleie
  • 100g gemalene Mandeln
  • 100g geschrotete Leinsamen
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Salz
  • optional: 50g Eiweißpulver

Nährwerte

  • Kalorien (ganzes Brot): 1895kcal
  • Kohlenhydrate: 32g
  • Eiweiß: 122g
  • Fett: 122g

Vorgehensweise

  • Schritt 1: Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine gut vermischen.
  • Schritt 2: Eiweißbrot nun bei 170 Grad ca. 45 Minuten backen.
  • Schritt 3: Low Carb Brot kurz abkühlen lassen(15-20min) und dann aus der Form nehmen. Fertig!

Low Carb und wie es wirkt

Verfechter der Low Carb Ernährung sind der Ansicht, dass man bei seiner täglichen Nahrungsaufnahme auf Kohlenhydrate verzichten kann, da der Körper sie aus Proteinen selbst aufbauen kann. Mithilfe ihres Proteinpulver Test sollte es an Proteinen nicht mangeln. Wer sich so ernähren möchte, muss den täglichen KH Anteil stark reduzieren und ihn durch andere, für den Körper wichtigere Nährstoffe (Proteine und Fette) ersetzen.

Stellt man seine bisherige Ernährung auf Low Carb um, verändert sich der gesamte Stoffwechsel. Der Körper ist durch den Wegfall vieler Kohlenhydrate gezwungen, seine eigenen Fettdepots anzugreifen, um seine Vitalfunktionen dauerhaft aufrecht zu erhalten. Das führt zur Verringerung von Körperfett und zur Gewichtsreduktion.

Das benötigte Fett besorgt er sich auch aus der Leber und wandelt es dort mithilfe des Acetyl-CoA in Ketone um. Diese wiederum sorgen dafür, dass das Fett in Energie umgewandelt wird und der Körper leistungsfähig bleibt. Auch der Insulinspiegel ist von der Umstellung des Metabolismus betroffen: Mit sinkendem Blutzuckergehalt wird vermehrt Glukagon ausgeschüttet, das ebenfalls Fette und noch zusätzlich Glykogen abbaut.

Mit einer Kohlenhydrat armen und eiweißreichen Ernährungsweise (z.B: mit einem Eiweißbrot) hält man die Insulinausschüttung nach dem Essen niedrig und sorgt für ein starkes Sättigungsgefühl. Es tritt sofort ein und hält lange an, sodass man auch dadurch Kalorien einsparen kann. Die Versorgung mit ausreichend Proteinen sorgt dafür, dass der Körper keine Muskelmasse abbaut.

Hintergrundwissen – Low Carb

Zu den Low Carb Diäten gehören beispielsweise die Atkins-Diät, LOGI-Diät, Lutz-Diät, LCHF (Low Carb High Fat), die South Beach-Diät, Glyx-Diät, New York-Diät und Strunz-Diät. Bei der in den 1970ern populären Atkins-Diät darf man täglich nur höchstens 100 g Kohlenhydrate zu sich nehmen. Die LOGI-Diät berücksichtigt bei der Wahl der Kohlenhydrate ihren glykämischen Index: Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel stark in die Höhe treiben, werden durch solche ersetzt, die ihn nur geringfügig ansteigen lassen.

Bei allen Low Carb Diäten nimmt man Gemüse, Fisch, Fleisch und Milchprodukte zu sich. Bei manchen setzt man bei den Proteinen und Fetten ausschließlich auf Nährstoffe tierischen Ursprungs, bei anderen gehören auch viele pflanzliche Fette und Eiweiße auf den Speiseplan. Bei den Kohlenhydrate achtet man darauf, dass sie vom Körper nur langsam abgebaut werden und zusätzlich viele Ballaststoffe enthalten (Vollkornbrot).

Oft werden sie auch durch Salat und Gemüse ersetzt. Die Kohlenhydrat arme Ernährung umfasst drei Mahlzeiten, die im Abstand von 5 Stunden eingenommen werden, damit der Blutzuckerspiegel sich in der Zwischenzeit wieder normalisiert. Verzichten sollte man auf Snacks und Zwischenmahlzeiten, da sie den Insulinspiegel durcheinanderbringen.

Gemüse-Streifen hingegen sind erlaubt. Vor den Mahlzeiten konsumierte Nüsse und Mandeln aktivieren das Sättigungshormon CCK, so dass man danach weniger isst. Beim Obst werden Früchte mit niedrigerem glykämischem Index bevorzugt. Wichtig ist, dass der Low Carbler keine Mahlzeit auslässt. Wer im Stress ist, sollte wenigstens einen leichten Salat zu sich nehmen. Und natürlich immer genügend Wasser oder (ungesüßten) Kräutertee trinken, damit die abgebauten Fette schnell aus dem Körper entfernt werden.

Bei Low Carb muss man nicht aufs Brot verzichten

Damit der Low Carbler nicht auf Brot verzichten muss, kann er auch zum Eiweißbrot greifen. Wer sich sein Brot selbst backt, ersetzt das herkömmliche Getreidemehl durch Soja und Mandel-Mehl und fügt noch Weizenkleie hinzu. Das fertige Brot sättigt langanhaltend und erhöht den Blutzuckerspiegel nur unwesentlich. Möchte man mit Low Carb abnehmen, sollte man noch zusätzlich seine tägliche Kalorien-Zufuhr reduzieren und sich ausreichend Bewegung verschaffen.

Allgemeine Erfahrungen: Nicht geeignet ist die Low Carb Diät evtl. für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nieren und Leber-Problemen, Gicht, für Ausdauer-Sportler und Menschen, die überwiegend geistig arbeiten.

Eiweißbrot unterstützt Low Carb Ernährung

  • Eiweißbrot hat einen KH Anteil von nur 5 bis 7 Prozent – fünfmal weniger als normales Brot. 25 Prozent des Eiweißbrots, bei dem die Kohlenhydrate durch pflanzliches Protein ersetzt werden, bestehen aus Weizen, Soja und Lupinen-Eiweiß, Sojaschrot, Leinsaat, Speise-Kleie, Sojamehl und Apfelfaser.
  • Obwohl der Fettanteil im Low Carb Brot mit 10 Prozent drei bis zehnmal so hoch ist wie der von herkömmlichem Brot, sind nur etwa 1 % davon gesättigte Fettsäuren.
  • Der größere Rest setzt sich aus den gesunden ein und mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen. Zu den gesunden Fetten im Eiweißbrot gehört zum Beispiel die Ölsäure. Bei den mehrfach ungesättigten Fetten dominieren Öle aus Sonnenblumenkernen und Leinsaat. Letztere sorgen für ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen den Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren.

Das Low Carb Brot muss einen höheren Fettgehalt haben als normales Brot, damit es seine Form behält. Außerdem schmeckt es dadurch auch besser. Mit 250 kcal (0,62 BE) pro 100 g ist es verglichen mit Mehr-Korn-Brot (220 kcal) nicht gerade kalorienarm – eine Tatsache, die Diätler unbedingt berücksichtigen sollten. Allerdings kann man sich auch mit einem simplen Trick behelfen. Man isst sein Eiweißbrot als Abendmahlzeit zusammen mit anderen Protein haltigen Nahrungsmitteln. So ist man dann stark gesättigt und kurbelt die Fettverbrennung noch stärker an.

Eiweißbrot hat einen niedrigen glykämischen Index und passt bestens zur LCHP Ernährungsform. Außerdem hilft der hohe Ballaststoffanteil im Eiweißbrot, eine träge Verdauung zu verbessern. 100 Gramm des gesunden Brots enthalten 15 Gramm Ballaststoffe und decken damit die Hälfte des täglichen Bedarfs.

Wer sein Eiweißbrot beim Bäcker oder im Supermarkt kauft, sollte sich jedoch nicht wundern, wenn er die vielen Zusatzstoffe und Hilfsmittel auf dem Etikett sieht. Sie sind wegen des höheren technischen Aufwands bei der Herstellung des Brotes leider nötig. Wenn einem das Brot aber zuviel ist, sollte man einen Proteinriegel Test machen, für den kleinen Hunger zwischendurch.

Wer sie nicht zu sich nehmen möchte, kann sich das Brot schnell und einfach selbst backen. Für Allergiker könnte das Eiweißbrot wegen seiner Inhaltsstoffe jedoch zum Problem werden: Es enthält je nach Rezeptur Gluten und Spuren von Haselnüssen, Lupinen und Milch. Für die ketogene Ernährung ist es nicht geeignet.

  • Low Carb Brot hat eine klebrige und mitunter bröckelige Konsistenz und schmeckt entsprechend den verwendeten Zutaten wie normales Brot oder nussig, wenn man noch zusätzlich Nüsse verbacken hat. Auch getoastet schmeckt es lecker.
  • Positiv ist auch, dass es noch nach mehreren Tagen frisch und genauso saftig ist wie kurz nach dem Öffnen der Packung. Allerdings sollte man es wegen des Quarks und der Eier unbedingt im Kühlschrank aufbewahren.

Selber backen ist die gesündere Variante

Wer sein Eiweißbrot frei von chemischen Zusatzstoffen genießen und noch zusätzlich Geld sparen möchte, sollte es selbst backen. Außerdem enthält selbst hergestelltes Low Carb Brot weniger Kohlenhydrate und Fette als gekauftes. Zum Erhöhen des Ballaststoffgehalts empfiehlt es sich, Leinsaat und Weizenkleie beizumischen. Eiweißbrot, bei dem die KH durch Quark und Mandeln ersetzt werden, enthält nur etwa 20 Prozent KH.

Scharfes Eiweißbrot

Man benötigt 300 g Magerquark, 8 Eiweiß, 100 g gemahlene Mandeln, 100 g geschrotete Leinsamen, 4 EL Weizenkleie, 5 EL Dinkel-Vollkornmehl, 4 g Chili-Pulver, 1/2 gehackte Zwiebel, 1 Pck. Backpulver, Salz und Pfeffer.

Man heizt den Backofen auf 170 Grad vor. Alle Zutaten außer Magerquark und Eiweiß werden vermengt und Eiweiß und Magerquark untergehoben. Danach knetet man den Teig und füllt ihn in die gefettete Backform. Backzeit: etwa 50 Minuten.

100 g des scharfen Eiweißbrots haben 397 kcal und enthalten 17,5 g Eiweiß, 24,6 g Kohlenhydrate und 25,9 g Fett.

Kichererbsen Eiweißbrot

Man benötigt für das Grundrezept 200 g Kichererbsen-Mehl, 5 Eier, 1 TL Salz, 100 g Butter, 1 TL Natron. Verfeinert wird es beispielsweise mit Leinsaat oder einer fertigen Saaten-Mischung.

Man trennt die Eier und schlägt das Eiweiß zu Eischnee. Alle Zutaten mit Ausnahme der Körner werden verrührt. Dann hebt man den Eischnee und einen Teil der Körner unter. Die gefettete Kastenform wird mit dem Rest der Körner bestreut. Der Teig wird in die Backform gefüllt und etwa 50 Minuten bei 180 Grad gebacken.

Das fertige Kichererbsen Eiweißbrot hat 627 kcal (100 g).

Möhren Eiweißbrot

Dafür benötigt man 250 g Magerquark, 2 Möhren, 4 Eier, 150 g ganze Leinsamen, 150 g gemahlene Mandeln, 4 EL Haferflocken, 2 EL Sojamehl, 1 1/2 Pck. Backpulver, 1/2 TL Brotgewürz, 4 EL Sonnenblumenkerne, 1 TL Salz.

Den Backofen heizt man auf 150 Grad (Umluft) vor. Die Möhren werden geschält und geraspelt, Eier und Magerquark miteinander vermengt. Die restlichen Zutaten werden zur Quarkmasse gegeben, die in die Backform gefüllt wird. Backzeit: 70 bis 90 Minuten auf mittlerer Schiene.

Inhaltsverzeichnis
  1. Eiweißbrot selber backen
  2. Eiweißbrot Rezept
  3. Vorgehensweise
  4. Low Carb und wie es wirkt
  5. Hintergrundwissen – Low Carb
  6. Eiweißbrot unterstützt Low Carb Ernährung
  7. Selber backen ist die gesündere Variante
Vergleichssieger
Sehr gut (1,1)
Olimp Creapure Monohydrat
Olimp Creapure Monohydrat
Array
Abstimmungen
Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Sehr gut (1,3)
ESN Ultrapure Creatine
ESN Ultrapure Creatine
Array
Abstimmungen
Zum Angebot »
Wie finden Sie diesen Beitrag?
Array
Array
Entspricht einer Bewertung von 5 / 5 (1 Kommentar anzeigen)
 
  1. Tolle Rezepte! Habe mir aus Zeitgründen die oben empfohlene Backmischung angeschaut. Ist für mich die beste Möglichkeit! Selbst gebackenes Brot schmeckt einfach soooo lecker! LG Susi

    5
    Antworten

Submit a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Neuen Kommentar verfassen

Ähnliche Beiträge im Bereich Fitness